Schuhkauf - Der richtige Schuh

Fußfehlstellungen:
Eine wichtige Rolle beim Laufschuh- und Walkingschuhkauf spielen Fußfehlstellungen. Leichte Fehlstellungen können vom Schuh korrigiert werden. Bei einem Knicksenkfuß oder Plattfuß kommt es oft zu einem Wegknicken des Fußes nach innen. Dies kann durch einen im Obermaterial und Sohle stabilisierten Schuh ausgeglichen werden. Sollte das nicht ausreichen, raten wir zu orthopädischen Einlagen um den Fuß zu unterstützen.
Personen, die mit Hallux Valgus oder Fersensporn zu tun haben, können auf breitere und weichere Modelle zurückgreifen, um die Probleme zu beheben.
Natürlich kann man dies nicht verallgemeinern, deshalb stellen wir uns auf jeden Einzelfall neu ein. Schließlich ist kein Fuß wie der andere.

Alte Schuhe:
Es ist sehr aufschlussreich die alten Lauf- bzw. Walkingschuhe zu sehen. Denn diese zeigen, ob irgendwelche Probleme vorliegen und wie der Schuh abgelaufen ist. Ihr alter Laufschuh "erzählt" uns alles über ihren Laufstil.

Pronation:
Während der normalen Abrollbewegung beim Laufen / Walken knickt der Fuß automatisch etwas nach innen ab. Dadurch wird die Kraft, die beim Auftreten entsteht, abgebremst. Das ist die natürliche Federung des Fußes. Wenn dieses Abknicken des Fußes nach innen zu stark ist, wird eine Unterstützung der Schuhe benötigt. Das Abknicken nennt man Überpronation. Um dies zu verhindern, ist bei einigen Schuhen der innere Teil der Sohle härter als der Rest. Dadurch wird man gerade gehalten und rollt wie im zweiten Bild ab.
Viele leiden unter den Fehlern Ihrer Füße, ohne sich dessen bewusst zu sein. Benutzt man einen Schuh, der dem Haltungs- oder Bewegungsfehler nicht entgegenwirkt, ist das Risiko von Beschwerden und Verletzungen sehr groß. Deshalb ist die Beratung beim Schuhkauf so wichtig.


Überpronation

Richtiges Abrollverhalten

Lebensdauer & Pflege:
Ein richtig abgestimmter Laufschuh hält durchschnittlich 1 500km - ein Walkingschuh 2 500km. Dies trifft allerdings nur zu, wenn die Schuhe zwischen den "Einsätzen" 48 Stunden Ruhe haben. Der persönliche Laufstil und eventuell vorhandene orthopädische Probleme können die Einsatzdauer verkürzen.
Wenn Sie Ihre Schuhe reinigen wollen, dann nicht in der Waschmaschine. Durch das Waschen in der Waschmaschine kann sich der Kleber lösen, der die einzelnen Elemente der Zwischensohle miteinander verbindet. Säubern Sie dreckige Laufschuhe von Hand mit einer Schuhbürste mit lauwarmen Wasser. Lassen Sie die Schuhe in einem gut belüfteten Raum trocknen (nicht an der Heizung oder in der Sonne). Vermeiden Sie aggressive Reinigungsmittel. Wenn Ihre Laufschuhe beim Training sehr nass geworden sind, dann nehmen Sie bitte die Einlegesohlen heraus und stopfen die Schuhe mit Zeitungspapier oder Küchenrolle aus. Ist das Papier voll Wasser gesogen, sollten Sie es auswechseln.